Holi Tipps


Hilft meine Anti-Aging Creme wirklich gegen die Falten? Bringen Q10 und Urea einen echten Mehrwert? Was mache ich am besten gegen meine Augenringe? Vielleicht hast du dich selbst auch schon einmal eine dieser Fragen gestellt und ebenfalls keine passende Antwort finden können. Wir wollen dir in dieser Rubrik helfen ein Basiswissen über dich, deine Haut & deren Bedürfnisse aufzubauen! So kannst du ganz einfach selbst beurteilen, welche Produkte sinnvoll sind – und welche du eher im Regal stehen lassen solltest.

 

Du brauchst noch mehr Hilfe oder hast noch Fragen? Kein Problem, wir sind für dich da! Schreibe uns dein Anliegen einfach via Facebook, Instagram oder per Mail unter hello@withholilove.com und wir versuchen dir so schnell wie möglich weiterzuhelfen.

#1 Deine haut kann mehr als du denkst

Wusstest du schon, dass deine Haut ein echtes Multitalent ist? Sie ist nicht nur unser größtes Organ, sondern auch unsere Brücke zur Außenwelt. Über sie nehmen wir Licht, Wärme, Wind und viele andere Reize wahr. Gleichzeitig ist sie unser wichtigster Schutz vor der Umwelt, denn sie hält UV-Strahlung, Viren, Bakterien, und viele weitere potentielle Gefahren von uns ab. Daneben sorgt unsere Haut noch dafür, dass wir wenig Flüssigkeit verlieren, uns nicht zu warm oder zu kalt ist und und und... Kurz um: Ohne unsere Haut könnten wir nicht leben! 

#2 Schichten, schichten, schichten

Deine Haut ist nicht einfach nur eine einzige Schicht, die dich umgibt. Sie besteht vielmehr aus mehreren feinen Lagen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Grob kann sie in drei Schichten unterteilt werden: Die Ober- (Epidermis), die Leder- (Dermis) sowie die Unterhaut (Subcutis). Während die Unterhaut mit ihren vielen Blutgefäßen, Nerven und dem Fett- & Bindegewebe die Basis bildet, befinden sich in der Dermis die Haarzellen, Talg- und Schweißdrüsen sowie Sinnesrezeptoren, Kollagenfasern und festeres Bindegewebe. In der Epidermis liegen die Blutbahnen, Fettzellen und lockeres Bindegewebe. Im Zusammenspiel sorgen die Schichten dafür, dass unsere Haut alle ihre Aufgaben gut erledigen kann.

#3 Die Barriere macht den unterschied

Wir alle sind eigentlich keine Freunde fettiger oder glänzender Haut und tun viel dafür um möglichst matt zu wirken. Und dennoch ist genau diese dünne, oberflächliche Fettschicht einer der Schlüssel für einen gesunden und schönen Teint. Die Fettschicht wird von den obersten Zellen der Hornhaut und den Talgdrüsen produziert und sorgt u.a. dafür, dass die Hautzellen ihre Feuchtigkeit behalten. Der Körper ist so sehr auf sie angewiesen, dass er sie immer wieder (und verstärkt) nachbildet, wenn sie z.B. durch Waschgele entfernt wird.

Durch den Schweiß bildet die Haut ein Säuremantel mit einem PH-Wert von 5,5, der uns vor Keimen, Viren und Pilzen schützt. Diese Mischung aus Talg und Säure wird zudem von "gutartigen" Bakterien bevölkert. Die Bakterien sind wichtig für das Gleichgewicht der Hautflora, da sie "schlechte" Bakterien verdrängen. Die Kombination aus den drei Komponenten (Talg/Fett, Säuremantel und Bakterien) stellt sicher, dass sich unsere Haut zuverlässig selbst versorgen und vor Gefahren schützen kann.

#4 Der Berühmte schönheitsschlaf...

Viele Menschen fragen sich, ob der Mythos des Schönheitsschlafs eigentlich wahr ist. Unsere klare Antwort lautet JA! Zum einen sorgt fehlender oder schlechter Schlaf dafür, dass vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden und der gesamte Organismus in seiner Funktionsweise beeinträchtigt wird. Gerade über einen längeren Zeitraum zeigen sich meist deutliche Effekte. Zum anderen braucht der Körper, und gerade die Haut, den Schlaf, um sich vom Tag zu erholen. Das Schlafhormon Melatonin sorgt dafür, dass regenerative Prozesse in Gang gesetzt und die natürlichen Körperfunktionen reguliert werden – die Nacht stellt also in mehrfacher Hinsicht unser Gleichgewicht her. Schlafe am besten 7-9 Stunden pro Tag fest durch – die genaue Länge und Bettgehzeit variiert von Mensch zu Mensch.

#5 anti aging, geht das überhAUPT?

Wir hören immer wieder Versprechungen, dass uns Cremes zehn Jahre jünger machen sollen. Leider ist an alle diesen recht wenig dran! Wie schon beschrieben, ist unsere Haut in Schichten aufgebaut und für den Schutz des Körpers vor der Außenwelt konzipiert. Produkte dringen deshalb meist nicht in die Dermis-Schicht ein, in der sie wirken sollten, sondern sorgen nur für einen kurzen oberflächlichen Effekt, indem sie die Hornhaut aufquellen lassen. Viel wichtiger ist die richtige Pflege der Haut. Durch sie kann präventiv viel gegen die frühzeitige Hautalterung getan werden.

#6 Apropos Pflege!

Jede Haut ist anders und braucht eine ganz individuelle Pflege. Dennoch lassen sich einige Regeln gut verallgemeinern. 

  • Ohne die Sonne können und wollen wir nicht leben. Zu viel von ihr schadet uns jedoch. Achte darauf nicht zu viel Zeit in ihren Strahlen zu verbringen. Die Haut merkt sich jeden einzelnen Sonnenbrand und wird nachhaltig geschädigt. Auch Falten, Muttermale und Pigmentflecken können durch übermäßige Sonneneinstrahlung gefördert werden.
  • Wie schon erwähnt ist es eher schwierig der Haut von außen Nährstoffe zuzuführen. Umso besser ist es, wenn wir es von innen heraus tun! Eine gesunde und ausgewogene Ernährung bringt die Nährstoffe in den Körper, welche die Haut braucht. Über das Blut werden diese an sie weitergegeben.
  • Unsere Haut ist eigentlich ein "Reinigungsmuffel". Je weniger wir sie reinigen, desto besser ist es für sie, denn Seifen, Waschlotions und Co. können, je nach Hauttyp, unsere natürlichen Funktionen deregulieren und aus dem Gleichgewicht bringen. Wasche dein Gesicht am besten mit Wasser oder Ölreinigern und pflege es mit natürlichen Fetten, Ölen und Zutaten, die die Hautfunktionen nicht behindern. Weniger ist definitiv mehr!
  • Wir können es nur wiederholen: RAUCHEN SCHADET DIR! Das Rauchen beschleunigt die Hautalterung und belastet den Organismus. Vor allem das Herz-Kreislaufsystem, welches die Haut und Organe mit Nährstoffen und Blut versorgt, wird durch Zigaretten und Co. in seiner vollen Funktionsfähigkeit eingeschränkt.

#7 Spielen meine genetischen Veranlagungen auch eine Rolle?

Jein. Die meisten Fachleute gehen davon aus, dass die Gene, Umwelt und Psyche jeweils zu 1/3 die Eigenschaften der Haut beeinflussen. Man muss jedoch hinzufügen, dass die Gene und die Veranlagungen auch durch die Umwelt bestimmt werden! Wie sich unsere Veranlagungen manifestieren hängt auch stark davon ab, wie wir leben. Auch hier zeigt sich, dass eine gesunde Lebensweise die Grundlage für "gute" Gene sind, denn sie beeinflusst welcher Teil des Erbguts letztlich aktiviert wird.

#8 Porentief rein

Absolute Sauberkeit bis in die letzte Pore – das ist für viele das Ziel. Doch eigentlich ist dieser Zustand nicht wirklich erstrebenswert. Die Haut braucht ihren natürlichen Fettfilm, ihren Säuremantel, ihre Bakterien und den Talg in den Poren. Bei einer starken Reinigung bleibt kaum etwas von der eigentlich wichtigen Schicht übrig – die Haut kommt so aus dem Gleichgewicht, welches durch neue Pflegeprodukte nur halbwegs wieder hergestellt werden kann. 

#9 Und dann sind da noch die pickel

Pickel sind in der Regel eine Form von Akne, die unterschiedlich stark ausfallen kann. Pickel entstehen durch eine Verstopfung der Talgdrüsen, die sich durch schlechte Bakterien entzündet. Im ersten Schritt bilden sich weiße Mitesser, die später schwarz und noch später zu eitrigen Pickeln werden. Die Pusteln entstehen damit aus der Kombination einer übermäßigen Hautfettung und einer unausgewogegen Bakterienflora, welche die Haut bevölkert. Um das Problem in den Griff zu bekommen braucht es eine Pflege, die beide Probleme löst.

Im Idealfall greifst du nicht zu einer aggressiven Waschlotion, die den gesamten Talg wegwäscht – so zerstörst du die Funktionen meist noch weiter. Besser ist es eine Creme oder ein Serum, in Härtefällen auch Cremes vom Hautarzt, zu verwenden, die die Talgproduktion der Drüsen direkt regulieren. Achte auch darauf, dass dein Mittel die "schlechten" Bakterien angreift (es sollte entzündungshemmende Eigenschaften haben).

#10 soll ich meine haut also gar nicht pflegen?

Nein! Durch die richtigen Produkte kannst du deiner Haut helfen sich natürlich zu regenerieren und frisch zu bleiben. Gleichzeitig solltest du sie nicht mit Pflege überfrachten, sondern gezielt etwas für deine Bedürfnisse tun. Hier sind ein paar einfache Punkte, die du beachten kannst:

  • Reinige deine Haut mit kaltem Wasser – es sorgt für eine bessere Durchblutung, verengt die Poren und bewahrt im Gegensatz zu Seife deine Fett- und Säureschutzschichten. Bei anspruchsvoller Haut und Makeup greifst du besser zu sanften Ölreinigern. Diese nehmen der Haut zwar den Schmutz weg, aber sorgen dafür, dass ihre Balance bestehen bleibt.
  • Verwende bei Cremes und Seren nur solche ohne mineralische Öle. Natürliche Lipide harmonieren deutlich besser mit deinem Hautfettfilm und sorgen für weniger Irritationen.
  • Bei Pickeln und Akne solltest du nicht versuchen deine Haut "trocken" zu legen, sondern vielmehr gegen verstopfte Poren und Entzündungen kämpfen. Verwende eine Pflege, welche deine Talgproduktion reguliert und antiinflammatorische (entzündungshemmende) Eigenschaften besitzt.
  • Pflege insbesondere die Hautstellen, die sich nicht selbst versorgen können. Dazu zählen trockene Hautstellen und solche mit nur wenigen Talgdrüsen. Gerade die empfindliche Augenpartie kann sich nur schwer selbst fetten und braucht eine gute Pflege.
  • Peele nicht zu oft. Peelings sind zwar ideal um tote Hautschuppen und hornige Stellen zu entfernen, sie reiben aber auch Teile der gesunden Hornhaut inklusive Talg ab. Deine Haut braucht danach wieder Zeit um sich zu regenerieren. Verwende Peelings deshalb maximal 1x pro Woche.

#11 Kosmetik kann vieles, aber nicht alles!

Unsere Tipps sind generelle Ratschläge, die dabei helfen sollen deine Haut bestmöglich zu unterstützen. Gerade bei schwereren Hautproblemen ist Kosmetik und Pflege kein Ersatz für eine eingehende ärztliche Beratung und Untersuchung. Denn dein Hautbild wird nicht nur durch äußere Einflüssen, sondern auch durch Hormone, Ernährung, Körperfunktionen und erbliche Veranlagungen beeinflusst – einige dieser Auslöser lassen sich nur durch Medikamente nachhaltig behandeln. Erkundige dich gerne im Zweifelsfall direkt bei deinem Hautarzt oder frage uns um Rat.

#12 Wie kann ich meine Kosmetikprodukte bestmöglich nutzen?

Wenn man Pflegeprodukte aufträgt, neigt man in der Regel dazu diese bloß zu verstreichen und im Anschluss einziehen zu lassen. Viel besser wäre es die Anwendung noch mit einer einminütigen Massage zu verbinden! Die sanften Berührungen der Haut regen die Blutzirkulation an, sorgen dafür, dass die Stoffe der Produkte besser aufgenommen werden und so auch besser wirken können. Wenn du also abends zu deinem Gesichtsöl greifst, nimm dir die Zeit und massiere es mit den Fingerspitzen leicht ein.